Flucht nach Taiwan (Teil 1)

Anfang November fand hier in Shanghai im neuen Messegelände die “China International Import Expo” statt. Da wir in der Nähe dieses Geländes leben und dort unsere Metrostation East Xujing ist, haben wir die ganzen Vorbereitungen in der Umgebung mitbekommen. Die Bürgersteige wurden repariert, Blumenkübel aufgestellt und bepflanzt, es wurde überall geputzt und gewerkelt, u.a. auch deshalb, weil der der chinesische Staatspräsident erwartet wurde. Da wir auf gesperrte Straßen, umgeleitete Shuttlebusse und sonstige Einschränkungen keine Lust und wir sogar 2 Tage Sonderurlaub deshalb hatten, sind wir kurzerhand “geflohen”.

Dabei haben wir uns für Taiwan entschieden, weil es dort noch das “alte China” geben soll. Zudem sind es weniger als 2 Flugstunden nach Taipeh. Der innerstädtische Flughafen Songshan liegt wirklich nicht weit vom Stadtzentrum entfernt, nur knapp 10 Minuten mit dem Taxi von unserem Hotel “Green World Jianpei”.

Man merkt den Unterschied zu Shanghai sofort, die Stadt ist nicht so groß (“nur” etwa 2,7 Millionen Einwohner), die Metro ist nicht überfüllt, man bekommt eher einen Sitzplatz, die Leute sind leiser, entspannter, höflicher, nicht so aufgedonnert. Wir haben uns jedenfalls wohlgefühlt.

Abends beim Essen wurden uns von einer einheimischen Familie Tipps für die …kommenden Tage gegeben. Das war wirklich sehr hilfreich. Deshalb sind wir direkt nach dem Essen auch noch zum Xingtian-Tempel gelaufen.

Das ist der Eingang des Xingtian-Tempels, ein daoistischer Tempel.
Das ist der Hauptaltar.
Der Tempel war noch gut besucht von vielen Gläubigen. Ein Mönch hat uns in schwerverständlichem Englisch noch ein paar Infos zum Tempel gegeben.
Das ist eine der Türen am Eingang.
Das ist das Eingangstor zum Park, wo die Gedenkhalle für Chiang Kai-shek steht.
Das ist das Nationaltheater im Park.
Da ist die Chiang Kai-shek Gedenkhalle, in der er aber nicht begraben ist.
Das ist die Anlage mit dem Nationaltheater links und der Nationalen Konzerthalle rechts.
Da sitzt der Mann nun rum.
Hier war gerade Wachablösung.
Dieses Häuschen stand auf einer Verkehrsinsel. Wäre ein Vorschlag für den Verteilerkreis Bonn-Nord.
Wer Militärklamotten usw. benötigt, hier wird man bestimmt fündig.
Lecker Essen am Straßenrand.
In der Innenstadt von Taipei sieht es so aus. Nicht ganz so modern wie in den anderen Stadtteilen.
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Das ist der Longshan-Tempel in der Altstadt, unbedingt sehenswert und kostenlos.
Dieses und die folgenden Bilder sind alle vom Longshan-Tempel. Der Tempel ist voller Gläubiger und Touristen.
Das Essen und die Blumen sind Opfergaben.

2 dieser halbrunden Teile werden von den Gläubigen auf den Boden geworfen und geben ihm die Antwort auf seine Frage an die Gottheit GuanYin. Wenn die Teile auf die gleiche Seite fallen, ist die Antwort je nach Seite ja oder nein. Bei unterschiedlichen Seiten muss der Gläubige einen dieser Stäbe ziehen und die Nummer darauf mit den dazugehörigen Erklärungen (die gibts in einem kleinen Räumchen) sind dann die Antwort. Deshalb hört man es ständig in den Tempeln klackern.

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