Flucht nach Taiwan (Teil 3)

Am nächsten Tag sind wir mit der Metrolinie 2 bis zu Endstation Tamsui oder Danshui gefahren (wenn man “Tamsui” auf Wikipedia eingibt, kommen viele weitere Informationen).

Hier handelt es sich um einen Vorort und den Hafen von Taipei, wo der Tamsui-Fluss in Meer fließt. Trotz Regen sind wir an der Uferpromenade entlang gelaufen und wir hatten zum ersten Mal das Gefühl, im Urlaub am Meer zu sein. Es roch einfach nach Meer.

Eigentlich wollten wir das Fort San Domingo besuchen, aber ausgerechnet an diesem Tag hatte das Fort geschlossen.

Also sind wir wieder zurück in den Ort und sind auf deutsche Spuren gestoßen, die wir hier nicht erwartet hätten. Es gab nämlich ein Café, wo man Baumkuchen essen konnte und auch noch so hieß. Auf meine Nachfrage, warum es hier Baumkuchen gibt wurde geantwortet, dass der Baumkuchen in Japan sehr beliebt sei und er von dort den Weg nach Taiwan gefunden habe. Aus geschichtlicher Sicht gibt es einen starken japanischen Einfluss auf Taiwan. Außerdem fanden wir noch deutsche Bäckereien, die Brote usw. nach deutscher Art herstellen und verkaufen. Ein Chinese in der einen Bäckerei erzählte uns in schlechtem Deutsch, dass man die Zutaten als Deutschland bezieht (von einem Mann aus Königswinter) und man an Weihnachten auch Stollen und Zimtsterne backen will. Echt verrückt.

Das ist der verregnete Blick über den Danshui-Fluss Richtung Bali. Der Berg und Distrikt heißen wirklich so.
Das ist die Uferpromenade. Nachmittags wurde es etwas voller mit Menschen.
Das ist der Blick Richtung Taipei.
Hier gab es allerlei Frittiertes zu kaufen. Wir haben aber nichts probiert.
An der Uferpromenade war in einem der Häuser einfach mal ein kleiner Tempel.
Das ist das Baumkuchen-Café Mori. Es war sehr lecker.
Das ist der Innenhof des alten Oxford College, jetzt Aletheia Universität.
Das ist der kanadische Arzt und Missionar Mackay, der ein Krankenhaus und Schulen errichtete, u.a. auch das Oxford College.

Echt verrückt, eine deutsche Bäckerei in Taiwan.
Wer möchte, kann auf der gegenüberliegenden Straßenseite Berliner Landbrot kaufen.
Blick nach Bali ohne Regen.
Sonnenuntergang am Fluss.

Am nächsten Tag hatten wir bis zum Rückflug noch ein wenig Zeit. Deshalb sind wir nochmal ins Zentrum und in den Friedenspark gefahren.

Uns hat es super gefallen und wir waren positiv überrascht. Taiwan läuft touristisch eher unter dem Radar, ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir werden bestimmt nochmal hinfliegen und andere Teile der Insel besuchen.

Im Friedenspark steht das Taiwanesische Nationalmuseum.

Das ist das Friedensdenkmal. Es sieht nicht besonders schön aus.

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