Das Historische Museum und Revolutionsmuseum

Gestern war mal wieder Regenwetter und so bin ich ins Historische Museum der Stadt Shanghai gegangen (Eintritt frei).

Hier wird auf 4 Etagen die Entwicklung der Stadt seit 6000 Jahren über die verschiedenen Dynastien bis heute dargestellt. Man kann sich viele alte Funde von Gefäßen, Münzen, Werkzeugen usw. ansehen.

Auch die Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert wird mit vielen Gegenständen erklärt. Allerdings hört die Geschichte ab 1949 auf. Es gibt keine Erwähnung bzw. Dokumente zur Kulturrevolution. Gerade das ist interessant, wird hier aber leider unter den Teppich gekehrt.

Im Nachbargebäude gab es noch eine kleine Fotoausstellung zur Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas, die hier in Shanghai vor knapp 100 Jahren gegründet wurde und in welchen Gebäuden der Stadt sie untergebracht war.

Insgesamt ist das Museum ganz schön, aber vermutlich ist die Darstellung chinesisch einseitig.

Lustige Geschichte am Rande. Ich hatte meinen Rucksack in ein Schließfach am Eingang eingeschlossen. Leider konnte ich das Fach am Ende nicht mehr öffnen, weil beim Zumachen ein kleines Teil vom Rucksack rausgerutscht ist. Blöd nur, dass es kein Schließfach mit Schlüssel war, sondern man einen kleinen Zettel mit einem Barcode vor ein Lesegerät halten musste. Das Fach ging aber einfach nicht auf und so habe ich damit 4 Chinesen beschäftigt, das Fach wieder zu öffnen. Nach einigen Minuten und mit Hilfe einer Schere konnte die Managerin das Fach endlich öffnen.

Im Gebäude des ehemaligen Turfclubs ist das Museum am Volkspark untergebracht.
Der Glockenturm ist von 1920.
Auf einem riesigen Bildschirm in der Eingangshalle wird die Geschichte Shanghais gezeigt.

Die nächsten 3 Bilder sind von der Sonderausstellung im Erdgeschoss über einen ungarischen Architekten, der 30 Jahre in Shanghai Gebäude hat bauen lassen.

Hier ein paar Bilder von der Frühgeschichte und den ersten Shanghaiern.

Das ist eine Jacke aus Seide.
Das ist eine der beiden letzten Rikschas, die bis 1956 noch genutzt wurden.
Eine Kanone aus dem Jahr 1841.

Das ist eine Baumwollmaschine. Wie die funktioniert und genau macht, weiß ich leider nicht.

Damit hat man mal telefoniert. Unglaublich.
Das ist ein Opernkostüm.
Das ist ein Bild von der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas. Der 4. von rechts ist ein gewisser Mao Zedong.

Der Krieg gegen die Japaner in den 30er Jahren wird sehr heroisch dargestellt.

Mit der Gründung der Volksrepublik China 1949 hört die Geschichte leider auf.

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