Wasserfest im Daizu-Garten

Den Daizu-Garten hatten wir uns eigentlich schon bei unserem Aufenthalt im Sommer vorgenommen, sind aber einfach nicht mehr dazu gekommen. Diesen Besuch konnten wir jetzt im Winter noch nachholen.

Es handelt sich dabei um ein Dorf der regionalen Minderheit der Dai. Wir hatten allerdings eher mit einer Art Museumsdorf gerechnet, so wie das Minoritätendorf in Kunming, aber dieses Dorf ist wirklich noch richtig bewohnt.

Die Häuser sind auf Stelzen gebaut, und das Erdgeschoss ist praktisch die Garage. Einige der Häuser waren sehr groß und sehr prunkvoll.

Wir sind ganz chinesisch mit dem kleinen Transportwagen durch das Dorf gefahren und sind an den Haltepunkten ausgestiegen, um uns mehrere alte Tempel anzusehen.

Eingang vom Man Chun Man Tempel
Hier ein paar Bilder vom Man Ting Pagoda Tempel.

Hier ist der Man Zha Buddhist Tempel.

Man Zha Buddhist Tempel

Im Mittelpunkt der Anlage ist aber ein großer Brunnen bzw, Fontaine, wo mehrfach täglich das traditionelle Wasserfest für die Touristen vorgeführt wird.

Ich habe einen interessanten Artikel des chinesischen Fremdenverkehrsamtes gefunden, der die Hintergründe dieses Festes erklärt (Quelle: https://www.china-tourism.de/download.php?file=das_wasserfest_der_dai-nationalitaet.pdf).


„Das Wasserfest der Dai-Nationalität
Frankfurt am Main im April 2014 – Jedes Jahr im sechstes Monat des Dai Kalenders, feiern die Dai ihr Wasserfest. Das Wasserfest (auch Wasser-Spritz-Fest genannt) ist für die Dai-Nationalität das Neujahrsfest und wird jedes Jahr im April gefeiert. Das Fest dauert in der Regel 3 Tage und ist für die Dais das wichtigste Fest im Jahr.
Die Feierlichkeiten beruhen auf einer buddhistischen Legende, nach welcher Drachen den neugeborenen Buddha mit duftendem Wasser besprühten. Diese buddhistische Legende vermischte sich im Laufe der Zeit mehr und mehr mit den Traditionen und Eigenarten der buddhistischen Dai-Nationalität.
Nach dem Mondkalender fällt das Wasserfest auf den 22. Tag des dritten Monats, und schon einige Tage davor fiebert ganz Xishuangbanna, die autonome Präfektur der Dai- Nationalität in der südwestlichen Provinz Yunnan, den dreitätigen Feierlichkeiten entgegen.
Am ersten Tag des Wasserfestes nimmt man Abschied vom alten Jahr. Dazu taucht man Blumenzweige ins Wasser und drückt dadurch die Neujahrsglückwünsche gemeinsam aus.
Am zweiten Tag bespritzt man sich ausgiebig und viel Freude gegenseitig mit Wasser. Das Wasser symbolisiert für die Dais Glück und Wohlergehen für das nächste Jahr. Dabei gilt die Regel, je mehr Wasser man verspritzt, desto mehr Glück wird einem beschert. Sinn des Festes ist es außerdem, den Körper und (symbolisch auch) die Seele zu reinigen und so erneuert und ohne Sünde in das neue Jahr einzutreten. Zu diesem Anlass wünscht man auch allen Verwandten und Freunden alles Gute zum neuen Jahr.
Am dritten Tag findet dann das Drachenbootrennen statt. Austragungsort des Rennens ist der Fluss Lancang, der durch Jinghong, die Hauptstadt der autonomen Präfektur Xishuangbanna, fließt. Hierher kommen Teams aus über zehn Orten aus der ganzen Präfektur, um auf langen, schmalen Drachenbooten um die Wette zu rudern.
Ein weiterer Höhepunkt am dritten Tag ist der Pfauentanz der jungen Frauen. Es ist ein Tanz- und Gesangsumzug, und junge Männer schlagen dabei auf ihre Elefantenfußtrommel (eine Trommel, die an der Taille getragen wird und die Form einer Sanduhr hat, deren Enden einem Elefantenfuß ähneln, deshalb die Bezeichnung) und tanzen ebenfalls im Rhythmus dazu, während die Frauen mit Wasser gefüllte kleine Schüsseln tragen und das Publikum nass spritzt.
Auf dem Jahrmarkt entlang des Flusses und an den Straßen im Ort kann man alle Arten von Waren kaufen und eine Laternenausstellung bewundern. Zahlreiche Essenstände versorgen die Besucher mit regionalen Gerichten. Man kann die Drachenboote besichtigen oder mittendrin das ganze bunte Treiben beobachten.
Das Volk der Dai ist eine Volksgruppe von rund 1,2 Millionen Menschen. Sie leben hauptsächlich in der südchinesischen Provinz Yunnan im Verwaltungsbezirk Xishuangbanna und Dehong. Diese Region wird von Chinesen auch oft als „Land der Pfauen“ bezeichnet, weil hier viele Pfauen heimisch sind. Xishuangbanna ist auch ein bekanntes Teeanbaugebiet. Die Dais sind gläubige Buddhisten und gehören dem Hinayana-Buddhismus an. Sie pflegen trotz Modernisierung weiterhin ihre Traditionen und verfügen auch heute noch über eine eigene Schrift.
Pressekontakt:
one billion voices
Sven Meyer
Münchener Str. 23
60329 Frankfurt am Main
Tel: 069 – 407 68 036
Fax: 069 – 255 34 442
E-Mail: s.meyer@onebillionvoices.de Internet: http://www.onebillionvoices.de
Fremdenverkehrsamt der VR China:
Fremdenverkehrsamt der VR China Ilkenhansstraße 6
60433 Frankfurt/Main
Tel: 069 – 52 01 35
Fax: 069 – 52 84 90
E-Mail: info@china-tourism.de Internet: http://www.china-tourism.de“

Mittagessen gab es in einem kleinen Restaurant und es war wieder mal ein sehr leckeres Essen für wenig Geld. Man hätte dort sogar übernachten können.

Besonders toll sind die vielen Elefanten, die hier überall rumstehen. Einen echten Elefanten zum Bilder machen gabs natürlich auch.

Wer nach Xishuangbanna fährt, sollte ruhig mal hier vorbeischauen.

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