Songjiang – Die Stadt der Rehe

Mittlerweile hat bei uns wirklich der Frühling angefangen. Die Bäume blühen schon und die Temperaturen gehen rauf. Anfang der Woche bin ich deshalb mal in einen der Vororte Shanghais gefahren, nach Songjiang.

Songjiang liegt etwa 20 Kilometer südlich von uns und man ist in 30 Minuten auch schnell dort. Früher war der Ort mal bedeutender als Shanghai, aber jetzt ist er nur noch ein Teil der „Provinz“ Shanghai.

Dafür ist man wieder im normalen China gelandet. Man fällt sofort auf, wenn man durch die Straßen und Parks läuft und in die Tempel geht.

Dort steht übrigens auch die älteste Moschee Shanghais, erbaut zwischen 1341-1367, aber leider ist sie derzeit geschlossen. In den Hafenstädten gab es nämlich schon sehr früh große Kolonien arabischer Händler, die natürlich erste Moscheen errichteten.

So bin ich halt in den buddhistischen Xilin-Tempel und den daoistischen Dongyue-Tempel , sowie in den Zuibaichi-Park und in den Fangta-Garten gegangen. Alles kann man ganz gut zu Fuß erreichen.

Hier sind Bilder vom Xilin-Tempel, der 882 gegründet und 1387 neu aufgebaut wurde.

Das ist der Dongyue-Tempel, oder „Tempel des Ostbergs“, ursprünglich aus dem 11. Jahrhundert. Seit 1762 hat er seine heutige Gestalt. Dort werden u.a. der Gott der Literatur und der Gott des Krieges und der Gerechtigkeit verehrt.

Der Zuibaichi-Garten, zu Ehren zweier Maler wurde im Garten der „Teich des betrunkenen Bai“ angelegt, weil dieser gerne Wein getrunken hat.

Im Garten war diese Halle mit Karten spielenden Männern.

Hier die 48 Meter hohe Fangta-Pagoda aus den Jahren 1068-1094.

Aber warum wird es die Stadt der Rehe genannt?

Das Gebiet war ein Jagdgebiet und es gab einfach viele Rehe und Hirsche in der Gegend. Außerdem gibt es eine buddhistische Legende in der es heißt, das 9 von 10 Rehe immer wieder zu diesem Platz zurückkehren, was als Metapher gemeint ist. Auch wenn Leute aus verschiedenen Gründen, wie Karriere oder aus Geschäftsgründen, Songjiang verlassen haben, so kehren doch 9 von 10 Leuten wieder zurück, weil die Stadt und das Gebiet so wunderschön sind.

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