Xiamen und man fühlt sich wie in Südfrankreich

Wir haben Ferien und wir dürfen reisen. Alle Freunde sind irgendwo in China unterwegs und uns 3 hat es letztlich auf unserer 1. Etappe nach Xiamen verschlagen. Meine Frau war hier schon mal alleine gewesen und hatte mir davon vorgeschwärmt.

Vor allem von der kleinen Insel Gulangyu, die mit ihren Gebäuden und ihrem Flair sehr an kleine Insel in Italien oder Südfrankreich erinnert. Ehemals war es auch eine Insel, auf der u.a. auch die Ausländer lebten, nachdem sich China nach dem 1. Opiumkrieg ab 1842 für den Westen öffnen musste. Das merkt man sehr an den schicken Villen, die es hier immer noch gibt.

Zunächst waren wir aber 2 Nächte in Xiamen selbst und haben uns dort noch ein wenig umgesehen. Unser Hotel „Indigo“ lag direkt am Wasser mit Postkartenblick vom Zimmer und vom Restaurant auf die Insel Gulangyu. Die Stadt selbst wirkt ziemlich mediterran.

Wir sind jedenfalls erstmal zum Nanputuo Tempel, später zum Baicheng Strand und zum Hulishan Fort, bevor wir am späten Nachmittag in die Haupteinkaufsstraße, die Zhongshan Lu, gegangen sind.

In den Nanputuo Tempel hat man uns einfach so reingelassen, wahrscheinlich weil es mit uns Ausländern zu schwierig geworden wäre. Egal, wir wissen es nicht. Es war jedenfalls so voll wie überall hier in China. Man ist nirgends allein. Auf jeden Fall hat uns der Tempel sehr gut gefallen und wir waren froh, dass wir uns von den vielen Menschen nicht haben abschrecken lassen.

Nanputao Tempel
Zwischen den Besuchern sieht man ab und zu Nonnen oder nennt man die weibliche Mönche?
Das Zeichen bedeutet „Buddha“.

Von da aus sind wir etwa 20 Minuten zu einem Strand gegangen, an und über dem teilweise die Straße entlangführte. Schön war es unter den Palmen trotzdem und das Wasser war ganz angenehm warm.

Auf dem Weg zum Fort haben wir eine Kleinigkeit gegessen und sind dann die Treppen zur Fortanlage hochgestiegen. Interessant ist es sowas hier in China zu sehen, aber es ergibt sich einfach aus der Geschichte heraus und der Zeit der Briten hier. Jedenfalls ist man in dieser Anlage immer noch stolz auf die „große, tolle, super“ Kanone der Firma Krupp (ich finde sowas eher Sch…), aber diese Kanone hat es deshalb ins Guinessbuch der Rekorde geschafft und es gibt genug Leute, die sich dann davor auch noch fotografieren lassen. Nun gut, ich habe mich auch vor die Terrakottesoldaten gestellt.

Diese beiden Herren, ein Deutscher namens Hannecken und Yang Qizhen, waren für den Bau des Forts 1894 verantwortlich.
Das ist diese Krupp-Kanone.
Wenigstens haben die Munitionskisten eine sinnvolle Verwendung gefunden.

Die Hauptstraße von Xiamen ist derzeit leider eine einzige Baustelle und man kann nur anhand eines bereits fertigen Teils erahnen, wie schön es hier mit den ganzen tollen Häusern sein kann.

Was ich aber gelernt habe ist, dass es hier die älteste protestantische Kirche Chinas aus dem Jahr 1848 gibt.

Demnächst kommen dann Eindrücke und Bilder von Gulangyu.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s