Lidoway – Unser Ausgehviertel

Man kommt sich ein wenig wie in Italien vor.

Das ist unser nächstes „Ausgehviertel“. Hier sind viele internationale Restaurants, Cafés und Läden, auch Friseure und Hotels. Alles ist sehr neu und ordentlich, gebaut für die ganzen Ausländer, die in den Compounds der Gegend wohnen. Aber natürlich kommen auch viele Chinesen hierher.

Hier ein spanisches und daneben ein indisches Restaurant.
Natürlich wird auch für Weihnachten, Halloween usw. geschmückt.
Das ist ein Koreaner und eine Bierkneipe.
Das ist ein japanisches Café mit angeschlossenem Geschäft.

Es finden regelmäßig Veranstaltungen statt, zum Nationalfeiertag zum Beispiel oder Flohmärkte.

Als wir vor knapp 3 Jahren nach Shanghai kamen, haben wir die ersten 3 Wochen im angrenzenden Melia Hotel gewohnt, bis wir eine Wohnung gefunden hatten. In der Zeit sind wir natürlich sehr viel im Lidoway essen gewesen, weil wir ja nur Frühstück hatten. Auch heute trifft man hier immer irgendwelche Bekannten oder Freunde bzw. verabredet sich auf einen Kaffee oder zum Abendessen. Auch ich habe hier mittlerweile mein Stammcafe gefunden.

Mein Lieblingscafé, das BH-Café, das steht übrigens für „Botanical House“.

In den letzten Jahren haben aber noch nicht alle Läden oder Restaurants geöffnet. Es wird immer noch fleißig gewerkelt und ich hoffe mal, dass ich mal alles geöffnet erleben werde. Seit 2 Jahren steht nämlich bei einigen Objekten „Soon opening“, aber Zeit ist relativ und dehnbar.Interessant ist das „German lecker Restaurant“, wo die Bedienung immer in Deutschlandtrikots rumläuft. Das Bier ist zwar gut, die Gerichte sind aber nur so lala. Es gibt dort auch „Hessische Schnitzel“, ich kannte die bisher allerdings nicht.

Das ist das deutsche Restaurant mit der Bedienung im DFB-Trikot.

Eine Geschichte möchte ich noch loswerden, die die Unterschiede zwischen deutscher und chinesischer Erziehungskultur widerspiegelt. Wir hatten unsere Tochter bei einem Malkurs hier im Lidoway abgegeben (das erste Mal war es umsonst), weil wir dachten, malen macht ihr Spaß, also lassen wir sie dort mit Wasserfarben malen. Sie fand es auch toll und sie hat uns die Stunde nicht weiter vermisst, weil sie von der ersten Minute an voll dabei war. Das Ergebnis bzw. wie das Bild am Ende aussieht, war und ist uns nicht wichtig, sie sollte Spaß haben. Sie hat die Vorgabe der Betreuerin, vielleicht mal eine Blume zu malen, einfach ignoriert und ihr Ding weitergemalt. Die Betreuerin hat uns dann am Ende gefragt, ob wir die beiden Bilder wirklich mit nach Hause nehmen möchten. Natürlich, gar keine Frage. Eine Bekannte die dort arbeitet (Chinesin, die aber Deutsch spricht und mit einem Österreicher verheiratet ist), hat uns später erzählt, dass chinesische Eltern ein Ergebnis erwarten. Das bedeutet, das Kind muss was „richtiges“ malen, eine Blume oder eine Landschaft, die auch als solches zu erkennen sein sollen. Da Kleinkinder das vielleicht noch nicht so gut hinbekommen, werden die Bilder von den Betreuern immer noch etwas „aufgemotzt“ bzw. sie helfen sehr viel, damit am Ende auch was Vorzeigbares für die Eltern rauskommt.

Im Booksimple fand der Malkurs statt.

Chinesische Kinder sollen am besten schon mit 4 Jahren malen können wie van Gogh und musizieren wie Mozart. Die Frühförderung und der Leistungsdruck fängt hier schon beizeiten mit etwa 3 Jahren an. Deutsche und westliche Kinder haben es da etwas einfacher. Da sieht man die kulturellen Unterschiede.

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