Durch die Prärie nach Hezuo und Xiahe

Auch wenn wir seit Freitag wieder in Shanghai sind, habe ich noch einige Stationen auf unserer Reise, von denen ich natürlich berichten möchte. Ich habe es nicht jeden Abend geschafft zu schreiben und die Bilder hochzuladen. Dafür war ich an manchen Tagen einfach zu platt und froh im Bett zu liegen.

‚Man hat jeden Tag so viel gesehen und musste mit den Launen der Kinder kämpfen, für die der Urlaub ja auch anstrengend war. Wir haben fast jede Nacht in einem anderen Hotel geschlafen und es wurde jeden Tag was besichtigt und man ist viele Stunden im Kleinbus unterwegs gewesen. Die Kinder müssen mit den ganzen Eindrücken und Erlebnissen ja auch klar kommen.

Von Tongren in der Provinz Qinghai ging es wieder in die Provinz Gansu. Eigentlich sind es nur knapp 2 Stunden mit dem Auto, aber wenn man im Regen durch die Berge fährt und in etwa 3600 Metern über NN ist und unterwegs noch von Ziegen und Kühen aufgehalten wird, dann ist man froh, wenn man irgendwann ankommt.

Im Regen durch die Berge. Überall sieht man Zelte.

Speziell für die Kinder waren die Tiere die Attraktion, für die Nomaden, die die Tiere begleitet haben, war es genau umgekehrt.

Hezuo selbst hat nicht so viel zu bieten. Die Hauptattraktion ist der tibetisch-buddhistische Tempel mit dem 40 Meter hohen Milarepafo-Pavillion aus dem Jahr 1777 (zerstört während der Kulturrevolution und danach wieder aufgebaut). Man kann den Turm besteigen und sich auf den verschiedenen Ebenen viele Statuen und Bilder von Buddha und anderen wichtigen buddhistischen Personen anschauen.

Das ist der Tempel, den wir aber wegen des Regens nicht besucht haben.
Das ist der Pavillon.

Am nächsten Morgen ging es nach Xiahe ins Sangke Grasland. Naja, wir hatten uns da was anderes drunter vorgestellt, unberührte Natur und mal so richtig wandern, aber unser Fahrer hat uns zum Touristenplatz für Einheimische gebracht. Das war eher nix für uns, zu viel Rummel und kaum Naturerlebnis. Man konnte reiten, über eine schwankende Brücke laufen, über Kopf Radfahren und schaukeln. Für die Kinder war es ok, sie konnten sich austoben, aber für uns war es eher abschreckend. Das galt auch für die sanitären Anlagen, die von uns eine Minus 10 bekamen.

Links konnten wir picknicken. Rechts war der Stand, wo man sich für die Bilder in tibetische Trachten schmeißen konnte.
Eine Toilette, die diesen Namen nicht verdient hat.

Dafür war die Unterkunft in einem tibetanischen Gasthaus mit wahnsinnig leckerem Essen und einer freundlichen Gastgeberfamilie hervorragend und ist unbedingt weiterzuempfehlen. Wir waren jedenfalls glücklich, hier 2 Nächte verbringen zu dürfen.

Unser Hotel von innen. Es war einladend und alle Kinder haben toll miteinander gespielt.
Unser Bett, mit Tisch dazwischen.

2 Gedanken zu “Durch die Prärie nach Hezuo und Xiahe

  1. Liebe Stephie, lieber Stephan,

    ich lese immer eure tollen Berichte und es sist so schön zu sehen, wohin euch der Wind die ganze zeit weht. Wie schön, dass er euch auch nach tebit geweht hat, es wäre ein traum von mir, einmal dorthin zu reisen!

    Wir vermissen euch ! Wann kommt ihr mal wieder in die Heimat? kommt uns in Vinxel besuchen, wir würden uns reisig freuen.
    LG Katja und Lukas

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    1. Hallo Katja und Lukas, in der Provinz Tibet selbst waren wir noch nicht. Das ist für Weihnachten geplant, falls es wegen Corona und auch anderweitig möglich ist dorthin zu reisen. Derzeit ist Tibet offen für Ausländer. Wir waren in den Provinzen Gansu und Qinghai, die teilweise zum tibetischen Gebiet gehört haben und deshalb noch einen hohen tibetischen Bevölkerungsanteil aufweisen. Danke fürs Lesen der Beiträge. Es werden im Lauf des nächsten Jahres auch noch einige Beiträge dazukommen. Liebe Grüße nach Bonn.

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