In China essen sie den Mond

So lautet der Titel eines Buches von Miriam Collee über ihr Jahr in Shanghai.

Im wahrsten Sinn des Wortes wird hier der Mond gegessen, allerdings nur als Mondkuchen. Das sind nämlich kleine, mit verschiedenen Inhalten gefüllte Kuchen, die es gerade überall zu kaufen gibt und morgen zum Mondfest (21. September) fleißig an Freunde verschenkt werden.

Folgende Informationen zum Mondkuchen habe ich bei Wikipedia gefunden: „Der Mondkuchen (chinesisch 月餅 / 月饼, Pinyin yuèbǐng) ist eine Spezialität der chinesischen Küche, die sowohl salzig als auch süß gefüllt sein kann. Die kleinen Kuchen werden an Verwandte und Freunde verschenkt.

Traditioneller gebackener Mondkuchen
Ein gekaufter Mondkuchen in der Verpackung

Traditionell wird er zum Mondfest im Herbst gegessen, aber auch zu anderen Anlässen. Der typische Mondkuchen ist rund, hat einen Durchmesser von etwa 10 Zentimetern und ist zirka 5 Zentimeter hoch. Er ist sehr nahrhaft und wird meistens zu chinesischem Tee serviert.

Jede Region hat eigene Mondkuchen-Rezepte. In Taiwan sind die salzigen Mondkuchen mit Eidotter und Fleisch gefüllt, die süßen mit Süßkartoffeln. Üblich ist auch eine süße Füllung aus BohnenSesam und Ananas.

Der typische Mondkuchen enthält eine süße und etwas fettige Füllung aus Zucker, pflanzlichem Fett und einer Paste aus Samen der Lotuspflanze. Manchmal enthält er außerdem gesalzene Eidotter im Inneren, die den Vollmond symbolisieren sollen. Salziges und Süßes in einem Kuchen entsprechen dem Prinzip der Harmonie von Yin und Yang. Der Kuchen wird meistens mit chinesischen Schriftzeichen verziert, zum Beispiel für „langes Leben“ oder für „Harmonie“, außerdem dem der Bäckerei, daneben werden weitere Symbole zur Dekoration aufgebracht.

Sie werden selten in privaten Haushalten gebacken, sondern in der Regel gekauft und dann meistens verschenkt, oft mit teuren Beigaben. Mondkuchen für den Eigenbedarf wird höchst selten gekauft.

Der Legende nach wurden in den Mondkuchen zur Zeit der Mongolen in China von Aufständischen geheime Botschaften versteckt und transportiert. Sie sollen daher die Vorläufer der Glückskekse sein.“

Einige Mondkuchen sind ziemlich lecker, z.B. wenn sie mit Kokos gefüllt sind. Andere Mondkuchen finde ich eher etwas langweilig vom Geschmack.

Hier mal eine Übersicht über die Kalorien. Diese war in einem Onlineartikel zu finden.

Auch in der Kita wurden fleißig Mondkuchen gebacken und im Theater wurde die Geschichte vom Mondfest für alle Kitakinder und Erstklässler aufgeführt.

Wenn man bei Wikipedia nach Informationen zum Mondfest sucht, findet man u.a. auch was zum mythologischen Hintergrund:

„Zum Mondfest gibt es mehrere Sagen. Nach einer rührt das Mondfest von der Legende Chang’e’s Aufsteigen zum Mond (嫦娥奔月, Cháng’é Bēnyuè) um den Bogenschützen Houyi / Hou Yi (后羿, Hòuyì) her. In der Vorzeit gab es zehn Sonnen, von der Sonnengöttin Xi He (羲和, Xīhé) geborene dreifüßige Vögel namens Yangwu (陽烏, Yángwū) oder Jinwu (金烏, Jīnwū), die sich eines Tages sammelten und die Erde vertrocknen und die Ernte verdorren ließen. Hou Yi bestieg den Gipfel des Kunlun-Berges, schoss neun Sonnen herunter und befahl der letzten Sonne, jeden Tag pünktlich auf- und unterzugehen.Von einer Göttin hatte Houyi eine Pille der Unsterblichkeit bekommen. Seine Frau Chang’e schluckte diese Medizin und schwebte daraufhin zum Mond empor. Dort baute sie sich einen Palast, in dem sie seitdem lebt.

Die verschiedenen Sagen dazu findet man, wenn man nach „Chang‘e (chinesische Mondgöttin)“ sucht.

Viel Spaß beim Lesen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s