Tag 3 im Lockdown

Es ist Sonntagabend und wir haben den 3. Tag des Lockdowns geschafft.

Und es hat besser funktioniert als gedacht. Wir sind uns noch nicht vollständig auf den Keks gegangen. Das kann ja durchaus mal passieren, wenn man den ganzen Tag in der Wohnung rumhängen muss. Schließlich ist es eine andere Situation als in einem Urlaub, wo man als Familie ja auch sehr viel Zeit miteinander verbringt.

Zum Glück haben wir unsere Terrasse und das Wetter ist sehr gut. Zwar noch nicht richtig heiss, aber tagsüber können wir viel Zeit draußen verbringen. Ein wenig fühlt es sich wie Urlaub an. Es ist wirklich sehr ruhig. Nur ab und zu hört man die Ayis, die noch immer durch den Compound laufen und Saubermachen.

Da ist unser Freund Jens. So haben wir den Vogel getauft, der schon seit langer Zeit zu uns an den Teich zum Fische fangen kommt.

Was machen wir so den ganzen Tag? Es wird lange geschlafen und in Ruhe gefrühstückt, gelesen, Hörbücher gehört, gemalt, gebacken, gekocht, mal Bundesliga geschaut, gepuzzelt, gespielt, auf dem Trampolin gehüpft usw. Der Tag geht damit schön schnell rum und Zack ist Sandmännchen-Zeit.

Heute haben wir einen Rosinen-Bananen-Kuchen gebacken.

Manchmal telefonieren wir auch mit Freunden und lesen in den Chats die Neuigkeiten. Heute durften wir nochmal einen Selbsttest machen, weil der angekündigte PCR-Test auf morgen verschoben wurde. Der Zeitplan war wohl etwas zu ambitioniert mit Freitag und Sonntag testen in ganz West-Shanghai („Puxi“ heißt der Teil, das bedeutet „westlich des HuangPu -Flusses“).

Viele Leute Posten was sie so zu Hause alles machen und was sie so essen. Manche sind ziemlich kreativ. Diese beiden Bilder fand ich sehr lustig.

Mal schauen was die nächsten Tage bringen, ob wir am Dienstag wirklich wieder aus der Wohnung dürfen. Oder ob der Lockdown wieder verlängert wird. Wer weiß? Einige Tage würden wir mit unseren Vorräten noch aushalten.

Man hört sehr oft, dass auch viele Chinesen mit der derzeitigen Situation ziemlich unzufrieden sind. Man hat mittlerweile mehr Angst vor den Konsequenzen (also eingesperrt zu sein in irgendwelchen Quarantänehotels) als vor der Krankheit selbst.

So schön kann Shanghai sein.

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