In den Bambuswäldern von Moganshan

Letzte Woche war die “Golden Week”, das heißt Ferien und gefühlt sind alle Chinesen unterwegs.

Wir haben die Zeit auch genutzt und waren 4 Tage im Moganshan Nationalpark, etwa 3 Autostunden von Shanghai entfernt.

Unsere Unterkunft war wirklich am Ende der Welt, dahinter ging es nur noch in den Wald zum Wandern bzw. für die dortigen Bewohner zum Bambus ernten. Der Wald besteht nämlich größtenteils aus Bambus, allerdings aus sehr dickem Bambus. Als wir dort waren konnten wir bei der Verarbeitung des geernteten Bambus zuschauen. Die Stangen werden als Baugerüste, für Leitern oder Gartenzäune genutzt, die Spitzen mit den Blättern für Besen. Aber selbst zum Essen bekamen wir gekochten Bambus, allerdings weiß ich nicht, welcher Teil genau da verwendet wird (von der Konsistens wie eine rohe Karotte, etwas zäh, wenig Eigengeschmack, aber genießbar).

Jedenfalls konnten wir die Tage in der Natur genießen, endlich saubere Luft atmen, ein wenig Wandern (es gibt schön Wege durch den Wald, aber sehr steil) und in der Unterkunft lecker essen. Die Zimmer waren geschmackvoll und modern, minimalistisch und naturverbunden eingerichtet und alles war sehr entspannt.

Das angrenzende Dorf wirkte ziemlich ruhig, man sah nur ein paar Arbeiter, die eine Steinmauer errichteten und ein paar Leute, die in ihren Gärten arbeiteten. Am lautesten waren noch die vielen Hunde. Im nächsten Dorf gab es dann auch einen Supermarkt, es war aber einer der lustigsten die ich bisher gesehen habe. Dort gab es nämlich neben Zigaretten in einer Glasvitrine (das war die Ladentheke) noch zwei Regale mit ein paar Lebensmitteln und Getränken, ein benutztes Bett und einen Geldautomaten, der aber eher wie ein veralteter Kindercomputer aussah. Ich glaube, wir kamen den Leuten dort wie Ausserirdische vor.

Blick von der Unterkunft ins Tal.
Blick auf die Terrasse.
Dort unten wurde der geerntete Bambus weiterverarbeitet.
Hinter der Unterkunft gab es nur noch Wald.
Die Bambusspitzen werden zusammengebunden und aufgestellt.
Der Bambus wird zusammengebunden.
Hier sieht man ein Baugerüst aus Bambusstäben.
Die dicken Bambusstäbe werden abtransportiert.
Wäschetrockner aus Bambusstäben.

Weiter unten im Tal waren Reisfelder.
Der fliegende Händler fährt hupend durch die Gegend und verkauft hier Obst und Gemüse, andere gebratenes Fleisch.
Kleiner Tempel am Wegesrand.
So sieht eine Reispflanze aus.
Das war unser leckeres chinesisches Mittagessen.

Jedenfalls konnten wir dort richtig lecker chinesisch essen (auf Köpfe, Hälse und Hühnerfüsse haben wir aber verzichtet).

Hier ist der Link zu unserer Unterkunft: http://www.mogansolvangvillage.com

Wer mehr über Moganshan erfahren möchte, bitte bei Wikipedia in der englischen Version nach “Mount Mogan” suchen

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