Der Riesenbuddha von Leshan

Mittlerweile sind wir von Chengdu etwa eine Stunde mit dem Zug Richtung Süden nach Leshan gefahren. Wir sind immer noch in Sichuan und befinden uns für chinesische Verhältnisse in einer Kleinstadt mit knapp 550.000 Einwohnern.

Am Bahnhof in Chengdu, im Zug selbst, in Leshan am Bahnhofsausgang, im Hotel und beim Ticketkauf am Bootsanleger, jeder will unsere Pässe und den grünen Gesundheitscode sehen. Alle möglichen Daten von uns werden von irgendwelchen Leuten aufgeschrieben, Telefonnummer, Hoteladresse, Passnummern, Temperatur usw., aber alle sind dabei sehr freundlich und zuvorkommend. Im Bahnhof in Leshan hatten wir dann das ganze Fiebermesspersonal am Ausgang um uns rumstehen, weil jeder unsere Tochter ansehen wollte. So konnten wir dann in Ruhe den Papierkram erledigen. In 20 Jahren können wir bestimmt mit Hilfe des chinesischen Staates minutiös unsere Reise nachvollziehen. Besser nicht drüber nachdenken.

Viel zu sehen gibt es hier nicht, aber den Riesenbuddha sollte man gesehen haben. Er ist knapp 70 Meter hoch und in den Felsen direkt am Fluss gehauen mit 2 Wächtern an den Seiten. Für etwa 10 Euro haben wir uns den Buddha vom Boot aus angesehen (es war eher ein alter Kahn und auf Deck gab es keine Sitzmöglichkeiten, äußerst blöd mit Kleinkind auf dem schaukelnden Schiff, aber immerhin gabs Rettungswesten). Man kann auch neben dem Buddha hoch und runter klettern, aber auf ziemlich schmalen und steilen Treppen, und das wollten wir uns mit einem 3-jährigem Kind nicht antun.

PS: Jeder der Kinder hat weiß ja bestimmt, dass mit 3 Jahren die Pubertät des Kleinkindes beginnt 😉.

Um diesen Riesenbuddha gibt es noch diverse andere Sehenswürdigkeiten. Wir sind nur noch in den Oriental Buddha Park gegangen. Es handelt sich dabei aber wieder mal um einen angelegten Buddhismus-Schau-Park mit riesigen Steinfiguren. Alles in den Fels gehauene Figuren, nichts wirklich altes. Beeindruckend ist es schon, weil man immer denkt, man ist das groß, man geht in die nächste Halle und da steht eine noch größere Figur und geht weiter und die nächste Figur ist nochmal größer. Chinesen bauen sich einfach ihre Welt, wahrscheinlich einfach weil sie es können. Verrückt. Staunt selbst.

Man muss schon genau hinsehen, in der Wand ist ein 170 Meter langer liegender Buddha zu erkennen.
Der ist aber groß!
Dann sieht man den hier und denkt, wow, der ist riesig.
Das Rad der Inkarnation oder Gestaltwerdung.
Und dann erblickt man diese Figur. Unglaublich, und nur so zum Spaß hingebaut.
Zum Vergleich, das da unten bin ich.

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